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Zertifizierung von Maßnahmen zur Drogenfreiheit an Schulen: Warum?

Nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Jahren war bei den registrierten Rauschgiftdelikten im Jahre 2006 nach einem erstmaligen Rückgang in 2005 eine weitere Verringerung um 7,8 Prozent auf 255.019 Fälle (2005: 276.740) zu verzeichnen. Langfristig spiegelt sich hier auch eine verstärkte Bekämpfung durch Polizei und Zoll wider, beispielsweise durch intensive Kontrollen auf Drogenmissbrauch im Straßenverkehr.

Die Zahl der Drogentoten ist 2006 mit 2,3 Prozent zum Vorjahr auf 1.296 weiterhin rückläufig (2005: 1.326, 2004: 1.385, 2003: 1.477, 2002: 1.513, 2001: 1.835, 2000: 2.030). Dies spricht für den Erfolg der niedrigschwelligen und effektiven Beratungs- und Behandlungsangebote der Suchthilfe in Deutschland. Trotz des erfreulichen Rückganges ist diese Zahl lt. BKA dennoch kein Maßstabfür die Entwicklung des Rauschgiftmissbrauchs. Im Hinblick auf die Kausalität besteht nach wie vor eine nicht unerhebliche Dunkelfeldproblematik.


Während insbesondere die Heroinfälle weiter abgenommen haben, zeigt sich bei den registrierten Fällen des Amphetaminmissbrauchs einschließlich Derivaten  eine weiterhin steigende Entwicklung (2006: + 5,3 % zum Vorjahr). Allerdings ging der Konsum von Ecstasy (-26,3 %) und Crack (- 18,0 %) deutlich zurück. Cannabis ist nach wie vor die am weitesten verbreitete illegale Droge in Deutschland (Quelle: BKA). Die Zahl der registrierten Cannabisfälle ist seit 2005 weiter rückläufig. Eine zunehmende Zahl junger Menschen sucht wegen cannabisbedingter Probleme Beratungsstellen auf. Themen in der Cannabisprävention im Jahr 2006 waren die bestehenden Beratungs- und Behandlungsprogramme zum Ausstieg aus dem Cannabiskonsum, der Zugang junger Cannabiskonsumenten in das Hilfesystem, der Forschungsstand neuer Konzepte in der Therapie von Cannabiskonsumenten und die Auswirkungen des missbräuchlichen Cannabiskonsums.

Aber: In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen haben 7 % der Jugendlichen Erfahrung mit dem Konsum von Cannabis. Unter den 18- bis 25-Jährigen hat jeder fünfte Jugendliche im letzten Jahr Cannabis konsumiert.

Die Konsumenten übersehen dabei die in Studien nachgewiesene Gefährlichkeit von dieser und anderen Drogen u. a. im Hinblick auf dauerhafte Gehirnschädigungen.

In diesem Zusammenhang wird auch auf die besonderen Gefahren hingewiesen, die durch die Teilnahme am Straßenverkehr unter Drogeneinfluss drohen. Hier gilt nach wie vor, dass die Prävention mit geeigneten Maßnahmen auch an den gesellschaftlichen Ursachen ansetzen und über Aufklärungsmaßnahmen hinaus insbesondere auf eine Stärkung der Lebenskompetenz bei den gefährdeten Kindern und Jugendlichen hinwirken muss.

Die Fälle des illegalen Handels mit bzw. Schmuggels von Rauschgiften entwickelten sich ebenfalls rückläufig (4,9 Prozent).

34 % der Schüler haben illegale Drogen probiert. Die Hälfte davon haben illegale Drogen mehr als einmal genommen. Zahlen, die aufwecken!

Schulen bieten, gerade für Drogenhändler, ein wichtiges “Kundenpotenzial” durch weite Verbreitungs- und damit Verdienstmöglichkeiten.

Das Projekt "Drogenfrei macht Schule" wird unterstützt von


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